<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Beiträge von leisetreter RSS</title><link><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/m/posts/rss/author/32416]]></link><atom:link href="https://selbsthilfeportal.com/m/posts/rss/author/32416" rel="self" type="application/rss+xml" /><description>Beiträge von leisetreter RSS</description><lastBuildDate>Fri, 25 Nov 2016 09:34:09 GMT</lastBuildDate><item><title><![CDATA[2011; "Komm, o Tod, du Schlafes Bruder..." vs. "Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne..."]]></title><link><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/2011-komm-o-tod-du-schlafes-bruder]]></link><guid><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/2011-komm-o-tod-du-schlafes-bruder]]></guid><description><![CDATA[<p> 
Inzwischen bin ich verheiratet und habe vier Kinder, ein Haus gebaut, ein Auto mit ausreichend Platz für die gesamte Familie. Wir konnten jährlich in den Urlaub fahren. Eigentlich fehlt es mir an nichts. Ich kann mich ernähren, lebe nicht schlecht, bin in der Kirchgemeinde in vielen Kreisen vertreten, vor allem musikalisch. Ich kenne viele Leute und bin geachtet. Und trotzdem ... 
 
Mein 51. Geburtstag:
 
Ich versuche sowohl am Geburtstag meiner Frau, als auch an meinem eigenen Geburtstag Urlaub zu bekommen. Am Morgen sitze ich im Arbeitszimmer und fange an zu heulen. Eine große Schwermut hat mich plötzlich wie aus heiterem Himmel erfasst.
 
Inzwischen arbeite ich in der Steuerberatung. Ich bin in der Firma anerkannt. Mein Wissen ist gut und scheinbar auch die Arbeit nicht schlecht. Oft bitten mich Kolleginnen um Rat. Leider habe ich mich zweimal auf die Prüfung zum Steuerberater vorbereitet und diese nicht geschafft. Das war immer mit viel Zeit- und Geldaufwand verbunden.
 
Dabei war ich der einzige Verdiener im Haus. Meine Frau hatte zu diesem Zeitpunkt nach der Betreuung unseres vierten Kindes keine Arbeit wieder gefunden. Eine Umschulung brachte keine Wiedereingliederung in das Berufsleben.
 
Ein dritter Anlauf zur Steuerberaterprüfung wäre möglich. Noch einmal wollte ich jedoch der Familie nicht das Geld und die Zeit stehlen. Die Kinder waren inzwischen groß geworden und ich habe nach der Arbeit nur wenig Zeit mit ihnen verbringen können.
 
Das Leben erschien mir einfach sinnlos. Ich hatte es einfach satt und sah keine lohnende Zukunft. Die Sonne konnte mir das Gemüt nicht aufhellen.
 
Meine Frau kommt in das Arbeitszimmer und ist bestürzt. Sie nimmt mich in die Arme, und versucht mich zu trösten. Nach einiger Zeit gelingt ihr das auch. Der Tag wird noch ganz schön.
 
Der Vorfall gerät vollständig in Vergessenheit.
 
Inzwischen hat meine Frau wieder Arbeit, wenn auch keine schöne. Der Chef ist nur zufrieden, wenn seine Mitarbeiter unglücklich sind. Das bekomm... <a href="https://selbsthilfeportal.com/view-post/2011-komm-o-tod-du-schlafes-bruder">Weiterlesen</a></p>]]></description><pubDate>Fri, 25 Nov 2016 09:34:09 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[Frühe Kindheit bis 1967; "Komm, o Tod, du Schlafes Bruder..." vs. "Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne..."]]></title><link><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/frühe-kindheit-bis-1967-komm-o-tod-du]]></link><guid><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/frühe-kindheit-bis-1967-komm-o-tod-du]]></guid><description><![CDATA[<p> 
Mutter musste kurz nach der Geburt wieder arbeiten. Sie war ja mit mir so gut wie allein, abgesehen von den Großeltern, in deren Haus wir weiterhin wohnten. Die Großeltern hatten mich nun auch aufgeladen. Alternativ hätte ich die Wochenkrippe besuchen müssen.
 
Von meiner Oma wird berichtet, dass sie am Tag den Kinderwagen im Garten so weit wie möglich vom Haus entfernt aufgestellt hatte. Wenn ich geschrien habe war ihr lakonischer Kommentar: „Das kräftigt die Lungen“. Mir hat sie sich erst wieder zugewendet, wenn ich an der Reihe war.
 
Unser Haus lag in einer Bergarbeitersiedlung nahe des Waldes. An sich eine ruhige Lage. Die Siedlung ist in sich geschlossen und nicht zur Durchfahrt geeignet. Die Häuser waren in ihrer Bauart für eine größtmögliche Selbstversorgung konzipiert. Der Platz zum Wohnen war stark eingeschränkt. Noch dazu, wenn zwei Familien unter einem Dach wohnen. Da hatte sich bis zu meiner Kindheit schon einiges geändert. Die Stallungen wurden zu Bad, Flur und Toilette umgebaut. Allein die Schlafräume waren für die andere Familie tabu. Alle anderen Räume wurden gemeinsam benutzt. Dies ging nicht ohne Reibungsverluste ab. Meine Oma war nicht unsauber aber niemals übertrieben reinlich. Meine Mutter hatte die Haushaltungsschule besucht und war die Reinlichkeit in Person. Außerdem wollte sie das einfache Leben der Bergarbeiter reformieren und Gebräuche und Sitten der gehobenen Gesellschaft einführen.
 
Mir hat sich das Bild eingeprägt, wie Mutter auf allen vieren mit der Teppichbürste oder dem Bohnerlappen durch die Wohnung robbt.
 
In meiner Kindheit waren Autos noch nicht so verbreitet. Damals war es noch so, dass mit der Unterschrift auf dem Kaufvertrag der Wert des Autos noch einmal exorbitant nach oben ging. Allerdings haben nur wenige das neue Auto überteuert verkauft. Musste man ja auch ein halbes Leben auf den fahrbaren Untersatz warten.
 
Die Straße vor dem Haus würde man heute wahrscheinlich mit Feldweg oder Motocross Strecke umschreiben. Es w... <a href="https://selbsthilfeportal.com/view-post/frühe-kindheit-bis-1967-komm-o-tod-du">Weiterlesen</a></p>]]></description><pubDate>Thu, 24 Nov 2016 09:35:34 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA[1960; "Komm, o Tod, du Schlafes Bruder..." vs. "Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne..."]]></title><link><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/1960-komm-o-tod-du-schlafes-bruder]]></link><guid><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/1960-komm-o-tod-du-schlafes-bruder]]></guid><description><![CDATA[<p> 
Im Wonnemonat Mai wurde ich geboren. Ich kann mich nicht erinnern, was damals für Wetter war. Ich war ein 5-Monate-Knabe. Auch wenn später gelehrt wurde, dass der Fötus im Mutterlaib neun Monate heranreift konnte das in meinem Fall nicht sein. Mutter kenne ich nur als eine äußerst keuche Frau. Natürlich hat mich als Kind interessiert, wie eine Frau ohne Kleidung aussieht, das war mir aber immer verwehrt. Viel später habe ich beim Stöbern in den Unterlagen meiner Mutter mitbekommen, dass ich ja doch einen Vater haben muss. Sie haben im Dezember geheiratet und im Mai wurde ich geboren – klare Sache, fünf Monate.
 
Den Vater habe ich nie bewusst kennengelernt. Die Ehe wurde im Januar 1962 bereits wieder geschieden. Es mögen viele Gründe dafür vorgelegen haben. Zwei will ich nennen. Die Ehe war glaubensverschieden. Vater, im katholischen Glauben erzogen, wurde von seiner Mutter wöchentlich zum Gottesdienst abgeholt, damit er sich nicht in die falsche Kirche verlaufen konnte. Mütter sind eben ein Leben lang für ihre Kinder verantwortlich. Mutter wurde andererseits von ihrer Mutter überwacht, auch sie könnte sich in ihrem Heimatort verlaufen und den falschen Glocken folgen. Dabei hat die junge Familie im Haus von Mutters Eltern gewohnt. Wann Vater dieses Theater satt hatte werde ich wohl nie erfahren.
 
In dem Scheidungsurteil konnte ich später lesen, dass die örtliche Gerüchteküche nicht ganz falsch lag. Vater war Buchhalter und wollte sich nicht weiterbilden. Das war nun wiederum meiner Mutter ein Dorn im Auge. Immerhin hatte sie sich auch über die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät und später per Uni-Studium zur Apothekerin qualifiziert. Eine solche Gleichgültigkeit ging ihr gegen den Strich.
 
Mir war nur ein Bild mit ihm, zu meiner Taufe im August 1960, bekannt.
 
            Ich kann nicht sagen, ob Vater mich wirklich nie sehen wollte, oder ob die Damen des Hauses ein Treffen nachhaltig zu vermeiden verstanden. Nach meinem Vater zu fragen war ungünstig. Die ältere Dame... <a href="https://selbsthilfeportal.com/view-post/1960-komm-o-tod-du-schlafes-bruder">Weiterlesen</a></p>]]></description><pubDate>Wed, 23 Nov 2016 13:15:48 GMT</pubDate></item><item><title><![CDATA["Komm, o Tod, du Schlafes Bruder..." vs. "Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne..."]]></title><link><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/-komm-o-tod-du-schlafes-bruder-vs]]></link><guid><![CDATA[https://selbsthilfeportal.com/view-post/-komm-o-tod-du-schlafes-bruder-vs]]></guid><description><![CDATA[<p>1968
 
Die alte Hausbibel liegt auf dem Tisch der Großeltern. Das war noch nie der Fall. Ich habe dieses Buch bisher nur im Schlafzimmerschrank gesehen.
Ab und an durfte ich mit Opa oder Oma etwas im Schlafzimmer der Großeltern holen. Manchmal habe ich diesen Raum auch allein „untersucht“. Als Kind beinhaltete dieser Ort für mich etwas Geheimnisvolles. Es war ein Wohnbereich der Großeltern, den ich nicht allein betreten sollte. Warum eigentlich, schnell hineingesehen war er nicht anders als der Raum gegenüber, den meine Mutter mit mir bewohnte. Alte gelb lackierte Möbel mit braunen, unregelmäßig angebrachten Punkten. Nur die Spiegelkommode war anders. Es war ein dreiteiliger Spiegel, dessen äußere Teile mit einem Scharnier einklappbar waren. Wenn ich da meinen Kopf zwischengesteckt habe und die äußeren Teile so weit als möglich zugeklappt bekam war ein fantastisches Ergebnis zu bewundern – ich konnte mein Bild unzählige Male sehen. Jede Winkelveränderung der Außenspiegel brachte ein anderes Bild. Dabei darf mich niemand ertappen.
Nie durfte ich in das Buch hineinsehen. Es war in einem Schuber aus Pappe und lag auf einem Brett ganz oben rechts. Dieser Schrank war immer verschlossen. Da half kein Stöbern. Dabei war der Reiz es zu betrachten besonders groß.
 In dem Buch finde ich viele Illustrationen. Bilder, die die Welt verklärt darstellen. Wichtige Personen sind in ein besonderes Licht gestellt – sie leuchten, ja strahlen. Von den Bildern geht eine besondere Aura aus. Alles wirkt irgendwie friedlich und vollkommen. Ich, etwa acht Jahre, bin gefesselt und fasziniert von den Bildern. Schaue ein Bild nach dem anderen an. Lesen dauert zu lange. Die Bildunterschriften müssen reichen. Ich verweile an manchen Stellen und träume mich in die Bilder und ihre Geschichten hinein.
Ich bin gerade aufgewacht und aus dem Bett gekommen. Es muss in den Ferien sein. Opa ist um diese Zeit meist unterwegs. Die Oma wird sich irgendwo in der Nähe aufhalten. Vielleicht im Garten. Ständig h... <a href="https://selbsthilfeportal.com/view-post/-komm-o-tod-du-schlafes-bruder-vs">Weiterlesen</a></p>]]></description><pubDate>Mon, 14 Nov 2016 12:41:46 GMT</pubDate></item></channel></rss>