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Pause einlegen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Manche von uns wissen, wie anstrengend Zwänge sein können.
Die kleinen Männchen, die uns ständig mit Kommandos nerven.
Sie lassen uns stundenlang putzen, das fünfzehnte Mal die Hände waschen, drei Mal überprüfen ob die Haustür zugesperrt ist
oder jede einzelne Straßenlaterne abzählen. Da wäre es doch wirklich schön, nein sagen zu können. Einige von Ihnen werden
sich bestimmt fragen, wie man ein Zwangsverhalten für einen kurzen Moment abschalten kann. Deshalb möchte ich Ihnen
das Ganze mit einem simplen Beispiel erklären:

Ich 15 Jahre alt, heiße Karin und leide unter einem Putzzwang. Mittlerweile habe ich schon einige Zwangsrituale erschaffen,
die mir das Leben im Alltag schwer machen. Kaum komme ich von der Schule nach Hause, setzt mich mein Zwang unter
Druck. Er sagt zu mir: Du hast mich den ganzen Tag ignoriert! Jetzt musst du für zwei Stunden putzen!
In einer solchen Situation ist es am Besten, diese Stimme auszublenden. Nur ein kleines Stückchen.
Dann nimm ich meinen Daumen in die Hand, presse ihn zusammen und sage: In einer Stunde werde ich putzen.

Wichtig dabei ist, dass man sich in der Zwischenzeit ablenkt.
Vielleicht können Sie ein Musikinstrument spielen oder Sie setzen sich ganz entspannt auf einen Sessel und lesen ein Buch.
Es gibt viele Möglichkeiten, um sich von den nervigen Gedanken abzulenken. Natürlich sind die Interessen der Menschen
auch sehr verschieden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie etwas finden werden!
Denn nach dieser einen Stunde Pause könnte es sein, dass Karin nicht mehr putzen muss.

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Man hat nichts zu verlieren, man kann nur gewinnen!
Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen, gutes Gelingen.

GLG Karin Reicher

  • 202
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