- · 3 Freunde
Aller Anfang ist schwer
Hey liebe Glitzerfreunde und Einhörnige Einhörner,
wie auch immer. Das hier ist also mein erster Beitrag in meinem Blog wo ich über meine depressiven Gedanken frei erzählen und berichten werde.
Zu mir : Ich bin 24 Jahre alt, weiblich, in der dritten Phase meiner Ausbildung zur Erzieherin und mein Beziehungsstaus geht nur mich und mein Einhorn was an. ;)
Kurz zu meiner Krankheitsgeschichte:
2012 : Beginn einer schweren Depression mit selbstverletzendem Verhalten und einem als "Hilfeschrei" zu deutenden Versuch mich mit Medikamenten zu betäuben.
Ambulante Psychotherapie mit unugefähr 10-15 Sitzungen. Genau weiß ich es nicht mehr.
2012-2016: fast Beschwerdefrei- einzelne dunkle Phasen mit kurzer Dauer
2016-2017: Beginn von düsteren Gedanken, Abgeschlagenheit, "Gefühl wie weggetreten", beginnende Selbstverletzungsgedanken, Selbstmordgedanken ohne ernste Absicht zum Durchführen
Beginn 2018-Jetzt: Bin Arbeitsunfähig nach eigener Einschätzung und der meiner Anleitung an der Arbeit( Befinde mich im Anerkennungsjahr der Erzieherausbildung deswegen Anleiterin an der Arbeit)
Bin dabei mir Hilfe zu suchen. Krankgeschrieben. Nach eigener Entscheidung möchte ich freiwillig in die stationäre Psychotherapie.
Symptome: Angstzustände- Angst Kontakt mit Menschen zu haben, Unwohlsein in großen Menschenmengen, innere Panikzustände, starkes Schwitzen
Depressive Störung- Vermeidung von Kontakten, Abschottung, negative Gedankenschleifen, negatives Einschätzen der eigenen Person und der Arbeit, Albträume, Unruhe, Stimmungsschwankungen der mittleren Art( Meine Anleitung an der Arbeit wusste teilweise nicht wie sie mich ansprechen soll und ob, da meine Stimmungen den Tag über so häufig gewechselt sind)
So kurzgefasst ist das alles was zu meiner depressiven Störung dazugehört und mich betrifft.
Es gibt bei mir auch gute Phasen aber ich schreibe meistens auch in meinem virtuellen Tagebuch(Hier: Evernote) nur die dunklen Phasen auf, so kann ich die besser verarbeiten. Zudem führe ich auch ein Stimmungstagebuch das ebenso als App auf meinem Handy installiert ist. Dort kann ich in 4 Kategorien ( Stimmung, Angst,Aktivität,Nervosität) auf einer Skala von 0= Sehr schlecht/Sehr gut und 10=sehr Schlecht/sehr gut einstellen wie es mir morgens, mittags und abends ging. Zudem hat man ein zusätzliches Feld für Anmerkungen für jeden Tag um Gründe für die Zustände einzutragen. Außerdem sieht man das Ergebnis dann als Graphen, wo man jeweils die Kurve auswählen kann, die man sehen möchte und die anderen ausblenden kann. Die Auswertung wird zusätzlich auch in einem Kalender farbig abgebildet und mit einem Durchschnittswert berechnet. So hat man den Überblick über jeden Tag und wie stark ausgeprägt die Phasen waren bzw wie sich alles verändert. Die App ist momentan in der Beta Phase und schon jetzt finde ich sie sehr sehr gut gelungen. Meine Empfehlung hat es, wer nach einer Möglichkeit sucht seine Zustände zu dokumentieren statt dem Blatt und dem Stift.
Das solls erst mal gewesen sein für heute. Ich halte euch auf dem Laufenden was den Verlauf angeht und gebe euch sofern mir möglich hilfreiche Tipps. Whatever.