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22.02.2026

So sitz ich da und zerdenke, lass meine Gedanken springen über Sachen, die geschehen sind, noch geschehen werden oder geschehen könnten. So gerne möchte ich sie stoppen, beruhigen, zerkleinern, loslassen. Doch es sind meine Gedanken und damit sind sie an mich gebunden. Ich habe sie erschaffen, so unbewusst ich dies tat, so bewusst sind sie mir nun. Das Streben nach Glück, das lag mir schon immer. Auch wenn mein Pessimismus mein Unterbewusstsein anspornt und meine Selbstnegativierung teilweise grenzenlos scheint, ich wollte nie unglücklich sein. Die Hoffnung hat mich am leben gehalten, damals und auch jetzt. Die Hoffnung, es könnte sich etwas verändern, ich könnte mich verändern, alles drumherum könnte sich verändern. Und tatsächlich bin ich nie stehen geblieben, weiter meinen Weg gegangen. Ich habe eine Zukunft, ich habe ein Leben, ich atme, ich gehe, ich rede, ich führe. Aber was brauch ich denn noch, um glücklich zu sein? Um dies zu verstehen, musste ich erst erkennen, was mir fehlte, um damals glücklich zu sein, schaffen was andere haben und versuchen zu erreichen, was meinen Fähigkeiten entspricht. Und das habe ich. Und ich lehrte in welchen Situationen ich etwas glücklicher war, in denen ich weniger unglücklich war. Und ich erkannte, was ich niemals hatte. Bedingungslose Liebe! Ich war damals allein, die Welt war kein Ort, an dem ich begrüsst oder erwünscht worden wäre. Die Welt war schon immer zu gross für mich. Und dennoch bin auch ich in sie hereingewachsen und konnte sie entdecken. Allein. Allein habe ich mich gelehrt, was es heisst zu leben, zu atmen und zu gehen. Allein habe ich mich gelehrt, was es heisst, zu fühlen und zu weinen. Ich kann das, ich schaff das und es ist in Ordnung, dass man das weiss, dass man es sieht und davon ausgeht. Doch es ist was anderes, zu wissen, das man das nicht alleine muss. Wünsche sind es, die ich habe und die mich weiter hoffen lassen. Wünsche, die erreichbar und nahbar sind. Ich kenne meinen Sinn, doch ob ich dem nachgehen kann, das entscheide nicht nur ich.

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