Pummel

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Hallo Kukubatz, das freut mich zu lesen! Dass ihr euch ausgesprochen habt und diesen gemeinsamen Weg wieder seht, ist ein riesiger erster Schritt.Sicherlich ist die Depression eine schwere Last, aber man muss auch realistisch sein, ohne dir nahe zu treten. Ein Zerwürfnis nach 33 Jahren Ehe kommt ja meistens nicht nur von der Depression allein. Über so eine lange Zeit sammeln sich oft Enttäuschungen, ungeklärte Konflikte oder alte Verletzungen an, die vielleicht lange unter den Teppich gekehrt wurden. Die Krankheit bringt das Fass dann oft nur zum Überlaufen. Gerade deshalb möchte ich dir eines mit auf den Weg geben und da spreche ich aus eigener Erfahrung, auch wenn es schwer fällt über bestimmte Dinge zu sprechen, Ehrlichkeit und Offenheit sind mit das wichtigste in einer Beziehung. Man muss wirklich über alles sprechen können, auch über die Probleme, die vielleicht schon vor der Depression da waren. Nur durch diese Offenheit räumt ihr die Steine wirklich aus dem Weg, damit euer Pflänzchen überhaupt erst Wurzeln schlagen kann. Ich drücke euch ganz fest die Daumen. Herzliche Grüße Pummel

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Hallo, 

ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie es dir gerade geht, aber deine Zeilen gehen mir echt nah.Nach 33 Jahren Ehe das Gefühl zu haben, dass alles den Bach runtergeht, ist ein absoluter Albtraum. Das ist so eine lange Zeit, ein ganzes Leben eigentlich und dass du da gerade das Gefühl hast, den Halt zu verlieren, ist total verständlich. Dass da der Lebenswille schwindet, wenn man vor solchen Trümmern steht, ist eine krasse Last.Ich will dir vor allem sagen, du kannst hier alles komplett ungefiltert und ehrlich rauslassen. Du musst hier nichts schönreden oder so tun, als hättest du alles im Griff. Hier darfst du auch mal sagen, dass gerade alles scheiße ist und du keine Kraft mehr hast.Dass du dir in der Klinik Hilfe gesucht hast, zeigt, dass ein Teil von dir leben will und dafür musst du kämpfen. Wir hören dir hier zu. Wenn du magst, schreib dir einfach alles von der Seele. Vielleicht hilft es dir ja, dich hier mit Gleichgesinnten auszutauschen, die wissen, wie sich so ein Tief anfühlt. Du bist hier nicht allein damit. Mir persönlich hat es vor einigen Jahren schon mal etwas geholfen. 

Hallo, auch ich habe so meine Probleme und würde es gerne mal hier auf dieser Seite gerne mitteilen, da mein Termin bei meiner Psychologin noch etwas dauert. Ich funktioniere für meinen Mann und die Kinder. Mein Job läuft, aber innerlich bin ich komplett leer. Ich habe seit knapp 4 Wochen Schlafstörungen, wache fast jeden Morgen gegen 3 oder 4 Uhr auf und bin hellwach, obwohl ich todmüde bin und dann gehen mir tausend Dinge durch den Kopf, ich komme einfach nicht mehr aus dem Grübeln heraus. Ich zerdenke Fehler der Vergangenheit, habe massive Versagensängste und fühle mich wertlos. Körperlich fühle ich mich, als hätte ich einen 24-Stunden-Tag hinter mir. Ich habe kaum noch Appetit, schaffe mein Arbeit zwar, aber nur unter maximaler Anstrengung. Ich habe mir einen Termin bei meiner Psychologin geholt, die ich schon von einer anderen Krise her kenne und ich da eigentlich gut mit meinem Partner heraus gekommen bin 🙏 und ich hoffe, dass ich es wieder schaffen kann.