Nadua

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So sitz ich da und zerdenke, lass meine Gedanken springen über Sachen, die geschehen sind, noch geschehen werden oder geschehen könnten. So gerne möchte ich sie stoppen, beruhigen, zerkleinern, loslassen. Doch es sind meine Gedanken und damit sind sie an mich gebunden. Ich habe sie erschaffen, so unbewusst ich dies tat, so bewusst sind sie mir nun. Das Streben nach Glück, das lag mir schon immer. Auch wenn mein Pessimismus mein Unterbewusstsein anspornt und meine Selbstnegativierung teilweise grenzenlos scheint, ich wollte nie unglücklich sein. Die Hoffnung hat mich am leben gehalten, damals und auch jetzt. Die Hoffnung, es könnte sich etwas verändern, ich könnte mich verändern, alles drumherum könnte sich verändern. Und tatsächlich bin ich nie stehen geblieben, weiter meinen Weg gegangen. Ich habe eine Zukunft, ich habe ein Leben, ich atme, ich gehe, ich rede, ich führe. Aber was brauch ich denn noch, um glücklich zu sein? Um dies zu verstehen, musste ich erst erkennen, was mir fehlte, um damals glücklich zu sein, schaffen was andere haben und versuchen zu erreichen, was meinen Fähigkeiten entspricht. Und das habe ich. Und ich lehrte in welchen Situationen ich etwas glücklicher war, in denen ich weniger unglücklich war. Und ich erkannte, was ich niemals hatte. Bedingungslose Liebe! Ich war damals allein, die Welt war kein Ort, an dem ich begrüsst oder erwünscht worden wäre. Die Welt war schon immer zu gross für mich. Und dennoch bin auch ich in sie hereingewachsen und konnte sie entdecken. Allein. Allein habe ich mich gelehrt, was es heisst zu leben, zu atmen und zu gehen. Allein habe ich mich gelehrt, was es heisst, zu fühlen und zu weinen. Ich kann das, ich schaff das und es ist in Ordnung, dass man das weiss, dass man es sieht und davon ausgeht. Doch es ist was anderes, zu wissen, das man das nicht alleine muss. Wünsche sind es, die ich habe und die mich weiter hoffen lassen. Wünsche, die erreichbar und nahbar sind. Ich kenne meinen Sinn, doch ob ich dem nachgehen kann, das entscheide nicht nur ich.

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Mein Leben war nie einfach. Ich habe viel gekämpft und Dinge überwunden, über die ich nicht spreche, nicht sprechen kann, weil sie niemand versteht, man nicht darüber sprechen soll, denn dann kehrt Ruhe ein und sie alle betrachten dich aus einem anderen Blickwinkel. Ich weiss das, ich habe es erlebt. Sie wollen dir alle helfen, sie wollen zuhören, doch sie halten es nicht aus zuzuhören oder zu verstehen. Doch wenn ich über mein Leben nachdenke, sind es nicht Themen, die andere verstummen lassen, die mich Tag für Tag begleiten. Diese Dinge hab ich überwunden, bearbeitet über all die Jahre und vor allem habe ich sie akzeptiert. Nie gut geheissen, aber im Bewusstsein, dass sich die Situation nicht verändern lässt, kann ich Ruhe finden. Was mich belastet, sind die Dinge, die nicht erklärbar sind, wie zum Beispiel Menschen, die versprechen, die sagen was sie nicht meinen und tun, von dem andere niemals ausgehen würden. Was mich belastet ist nicht zu verstehen, denn das kann ich nicht bearbeiten, das überschreitet meine Kompetenz der Menschlichkeit. Ich sehe die Bilder vor allem Nachts, wenn ich allein bin und die Möglichkeit mich abzulenken oder meine Fähigkeit Kraft dafür aufzuwenden schwindet. Die Bilder genau dieser Menschen, die ich nicht verstehen kann, die Bilder, die mich quälen, wach halten und dazu bringen, nicht mehr ich selbst zu sein. Es sind meine Bilder, denn es ist mein Nervensystem, was diese Bilder beibehält und verankert. Ich muss lernen loszulassen, doch fehlende neue Erfahrungen, die mich lehren, bleiben aus und so sitze ich fest, in meinem mir selbst auferlegtem Labyrinth. 

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So lange hast du auf mich gewartet, sagst du, du wusstest, dass ich eines Tages zu dir gehören würde, sagst du. Doch was hat das für dich bedeutet, frage ich mich. Nun bin ich deins, du meins, sagst du. Was für einen Unterschied macht es, dass du jetzt nicht mehr warten musst? Wie du mich behandelst? Wie ich dich behandle? Wie wir uns behandeln? Liebe! Das hätte ich zumindest gedacht. Doch ich verstehe nicht, wie du Liebe zeigst und ich denke du verstehst nicht, wie du lieben kannst. Ist dein Herz noch vergeben? Ist es besetzt? Ist es das? Wie kann ich deins sein, wenn du mich nicht teilhaben lässt an dir? Wie kannst du meins sein, wenn du mein Herz auf Abstand hälst? Ich versuche zu verstehn, ich versuche die Zeit zu verstehn und alles was sie zu verschlingen vermag. Mich hat sie verschlungen, ich hab Zeit. Du musst nicht mehr warten, das übernehme ich jetzt für dich, doch was es bedeutet, das weiss ich nicht. 

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Die Erfahrung lehrt uns, passt auf uns auf, doch sie macht mir auch Angst. Doch woher weiss ich denn, dass die Angst einer Berechtigung entspringt oder mich nicht zu täuschen vermag? So lange habe ich Angst gehabt, so häufig nicht darauf geachtet. Ich habe mir selbst so oft Hoffnung gegeben, obwohl die Grenzen klar waren und doch habe ich meine dafür überschritten, immer und immer wieder. Für was? Für ein besseres Leben? Nein! Für mich, für die Hoffnung zurückzuerhalten was ich anderen gebe. Ehrlichkeit, Hingabe, Zeit und Respekt. Hoffnung ein Teil davon sein zu dürfen, was andere Tag täglich von dir erhalten, was du gibst ohne bei ihnen darüber nachzudenken. Ich frage mich, an was es liegt, dass ich diese Hoffnung nicht wert bin, denn ich bin es! Wenn ich denke ich bin zu wenig, frage ich mich doch, oder bin ich zu viel?