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Ja, man darf nicht zulassen, anderen die Schuld zu geben. Den anderen Typ den ich kenne mit ähnlicher sozialer Phobie hat genau das gemacht, und er ist jetzt voller Hass auf genau die Gruppe von Leuten die du erwähnt hast. Wirklich totaler Hass. Es klingt seltsam, aber ich bin eigentlich psychisch richtig stark, und auch selbstbewusst, teilweise grenzt es an Arroganz wie ich mich selbst sehe! Ich hab mich aber da aber auch selbst relativiert, um eben auch kein Arschloch zu werden, ich wollte immer gerecht sein, fair, mitfühlend. Geht dir das ähnlich, hast du auch eine eigentlich starke Persönlichkeit? Es ist manchmal als wäre ich 2 Persönlichkeiten. Und dann geh' ich eben raus, fühle diese Art von Stromstoß im Kopf, und alles wovon ich mir grade noch sicher war, hat jetzt nichts sicheres mehr, meine Handlungen und meine Persönlichkeit nicht! Man hat das Gefühl, man hat keinen Einfluss mehr. Wir haben unser Verhalten leider früh gelernt und in unser Unterbewusstsein integriert, das Es oder das Über-Ich steuert dann das Verhalten! http://de.wikipedia.org/wiki/Strukturmodell_der_Psyche
Nein, ich bin nicht mehr in Behandlung. Ich war seit meinem 14. Lebensjahr bei vielen Psychologen, in der Phase konnte ich mich aber auch gar nicht ausdrücken. Und dementsprechend mies bin ich dann auch von denen behandelt worden. Eine Psychologin hat mich rausgeworfen, weil sie dachte, ich will nur nicht arbeiten und mir keinen Termin mehr gegeben mit den Worten "Ich muss auch arbeiten und Geld verdienen". Ein anderer Arzt in einer Kinderklinik hat mich klar spüren lassen, dass er mich nicht leiden kann, obwohl er mich gar nicht kennengelernt hat, und hat ne 3/4 Stunde nur zurückgeschwiegen, weil ich nichts gesagt habe. Später sagt er zu meiner Mum, "sie haben nen ganz besonderen Sohn", natürlich negativ gemeint. Das weiß sie heute noch wie als wär es gestern gewesen. Später konnte ich mich besser mitteilen, aber ich bin irgendwo kaum behandelbar, ich sperre mich dagegen und meine ich weiß schon alles was sie mir sagen könnten! Ich nehme halt Promethazin wenn ich das brauche, weil es gut hilft und nicht stark süchtig macht. Also, was die Ansprüche angeht, wenn dann läuft das bei mir stark unterbewusst ab. Ich hab mich eigentlich akzeptiert! Es ist wie ein Gefühl, was keine Logik braucht. Es kann aber auch sein, das ich z.B. hübsche Frauen als etwas höheres ansehe, wie eine Art Gottheit oder so, ganz und gar perfekt! *g* Sicher bin ich mir da aber nicht. Vieles ist ein ziemlich wiedersprüchlich bei mir! Bei mir waren vor allem Warte-Situationen Angstauslöser, Bus fahren, Haltestelle usw! Dann bin ich vermutlich wieder instinktiv das 14-jährige Kind und Opfer, das gemobbt wird und ängstlich auf die nächsten Schläge oder Demütigung wartet. Ich muss aus dieser passiven Rolle raus, aber beim Bus fahren oder warten geht das aber fast nicht, aber beim ansprechen. Nicht warten, bis ich angesprochen werde, sondern raus aus der Opferrolle und selbst bestimmen was passiert wann immer es geht! Das fängt schon beim "Hallo" sagen an. Ich warte immer auf ein "Hallo!" und erwidere dann nur! Ich denke, ich mache das nur, weil ich jedem 'ne Wahl geben will, diesem gesellschaftlichen Druck nachzukommen oder nicht. Es ist ja Realität, jeden Arsch zu grüßen, ob man ihn mag oder nicht, weil es erwartet wird! Oder ist das Selbstbetrug und ich grüße eigentlich nur deswegen nicht, weil ich Angst habe, dass mein Gruß nicht erwidert wird? Ehrliche Antwort: Ich weiß es nicht! Okay, ist jetzt wirklich lang genug! Bye Daniel