Was tun, wenn nichts hilft?
Hallo zusammen,
ich kann nur noch an Erlösung und unendlichen Frieden denken weilich weiß, dass ich diesen Zustand in dem ich mich wieder seit ca 16 Monaten befinde, nicht mehr lange aushalten kann und will.
Ich bin um die 40, weiblich und mit einer Behinderung geborenworden, die mir eine normale Entwicklung unmöglich gemacht hat (kein Gleichgewicht, keine Koordination, kaum Muskeln also keinKrabbeln, laufen und ähnliches). Die Forschung war leider immer zuspät und konnte erst viel später erklären warum wieso weshalb. VomKindergarten an lernte ich, andere Kinder können mehr oder wenigeralles, und ich nichts, weshalb ich noch heute einen großen Körperund Selbsthass habe. Alles musste ich mir mühsam erkämpfen aberdadurch lit natürlich Sozialverhalten und weil ich einen großenEhrgeiz in die Wiege bekommen habe und ein sehr leistungsorientierteErziehung war ich ständig frustriert und aggressiv. Dadurch wurdeich natürlich von Kindern abgelehnt und sehr gemobbt. Vermutlichhatte ich damals schon nicht erkannte Depressionen. 2015 war meinerster langer stationärer und teilstationärer Behandlungsmarathonin der Klapse und mit Hilfe von Genesungsbegleitern, Ergotherapie,guten Verhaltenstherapeutin und schließlich meiner eigenenQualifizierung als Genesungsbegleiter war ich knapp 3 Jahre stabil.Dabei hat mir auch die Arbeit auf einer geschlossenen Akut/Aufnahmestation in der Psychiatrie geholfen. Durch berufliche undprivate dauerhafte Überforderung ( Corona, Pflegenotstand, wechselnim Team, viele neue und unerfahrenen Kollegen, Überführen einerAngehörigen ins Altenheim mit Auflösung der Wohnung und Kampf mitdem Sozialamt) bin ich wieder in eine Episode gerutscht. Nur mitSelbsthilfegruppe hat es nicht funktioniert, so dass ich michschweren Herzens entschieden habe, wieder stationär zu gehen. Leiderbin ich jetzt mündig, schwierig und durch 3,5 Jahre Akutarbeit soerfahren, dass mir Profis nicht mehr helfen können und wollen.Schema f Behandlung hilft mir nicht mehr und ich überfordere sie.Sie schmissen mich raus an dem Punkt, an dem ich vertrauen fasste undhätte wirklich eine Behandlung anfangen können mit Aussagen wie,ich halte mich nicht an Regeln und sei ja selbst gefährdet und dahervertrauen sie mir nicht mehr. Ich ging wieder arbeiten, waslogischerweise nicht hat gut gehen können und durch eine sehrindividuelle Behandlung in einer Schmerzklinik war ich ein zweitesmal so dumm, es noch mal in der für mich zuständigen Klinik zuversuchen. Der einzige Unterschied war, sie warfen mich mitAnkündigung akut suizidal raus auch an dem Punkt, wo ich Vertrauengefasst hatte. Die Dokumentation zeigt mir, sie haben keinen Bock gehabt mit mir zu arbeiten und waren überfordert, auch weil sie vieles nicht verstanden haben.
Medikamente helfen mir nicht, Profis vertraue ich nicht mehr, sodass ich mir auch keinen ambulanten Therapeuten suchen kann undwerde.
Jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr langeaushalten kann und auch nicht mehr will. Ich weiß, mein Suizid wirdfür viele Menschen sehr schlimm, das hat mich auch lange davonabgehalten mir diesen sehnlichen und langgehegten Wunsch zu erfüllen.Aber Angehörige können auf Dauer kein Grund gegen Suizid sein. Ichhabe mir eine Frist gesetzt, bis dahin muss eine spürbare Besserungerfolgen ( ich mache ja weiter Ergo, Sport, Malgruppe, Selbsthilfe…)oder ich kann nur hoffen, dass mein Plan sicher ist und funktioniert.
Hier bin ich gelandet, weil ich Kontakt zu Menschen brauche, diemich wirklich verstehen und nicht so Kommentare bringen wie jeder istseines Glückes Schmied, du kannst doch soviel, du bist so wertvoll,wirf nicht alles weg oder nur besonders starke Menschen bekommen soschwere Aufgaben vom Schicksal aufgebürdet. Denn das hilft mir nichtweiter.
Gerne kann man mich anschreiben.
Dina
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- · Loki
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Hallo Dina, ich fühle gerade ähnlich, wenn meine Umstände auch anders sind, aber fühle mich aktuell sehr sehr sehr lebensmüde. Also lass ich Dir das da, ich fühle mit dir und ich fühle ähnlich. LG