PTBS wie kommt man da raus?
Hallo Micaelo,
also ich finde es gut, dass du jetzt eine Gesprächstherapie beginnst und auch etwas machst, was dir Spaß macht. Nachdem du erst später begonnen hast darüber zu sprechen und damit dann erst die Verarbeitung und Heilung beginnen kann, wird es noch einige Zeit brauchen, bis du das ganze Verarbeitet hast. Wichtig ist, dass du dich nicht selbst aufgibst und die Therapie durchziehst.
Die Panikattacken zeigen deutlich, dass du das ganze eben noch nicht Überwunden hast, in der Gesprächstherapie wirst du die Situation nocheinmal durchleben können und neue Strategien erarbeiten wie du damit am besten umgehen kannst. Nur Mut und alles Gute für Freitag, du bist am richtigen Weg!
LG,
irreversibel
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- · Micaelo
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also kurzgefasst, ich hatte vor ca. 10 jahren ein erlebnis mit einem typen der auf drogen war und eine schusswaffe hatte. Ist in der arbeit passiert und habs damals niemanden gesagt, weil ich glaubt hab das es dazugehört oderso, keine ahnung. Also hab ich damals meine arbeit und im laufe der Zeit, meine beziehung und mein haus verloren...ich hatte früher viele suizidgedanken deswegen.
ich bin erst über ein jahr danach draufgekommen, was da los ist mit mir und es ist echt teilweise mühsam unser gesundheitssystem. Hab nie eine therapie gemacht, weils eine kostenfrage war 4x im Monat 80€ Traumatherapie geht sich nicht aus und auf krankenschein hab ich keinen gefunden und für gesprächstherapie hätt ich weit fahren müssen damals...
hab dann vor ca. 1.5Jahren was gefunden was mir halt gibt http://www.shaolin-kungfu-wien.at/ dort mach ich außer kungfu, noch tai chi chuan und qigong, was echt super und eine bereicherung für geist, körper und seele ist. obwohl es mir spaß macht, hab ich auch immer wieder meine probleme dort hinzufahren, das ist echt mühsam und macht immer wieder depressiv, weil ich allgemein nicht hinfahren kann wohin ich will. ist ein kreislauf.
Hatte verschiedene Ärzte bis jetzt und hab vor kurzen wieder einen neuen psychiater aufgesucht, weil ich meinen arbeitsplatz nimmer ausgehalten habe, den druck der ausgeübt wird und man sich wie ein sklave vorkommt. Es wurde eine psychologischen befund gemacht, gespräch mit stresstests usw. was nicht so gut ausgefallen ist,klar. und Pulverl hab ich wieder bekommen;-) nächsten FR hab ich meinen ersten termin bei einem Psychotherapeuten mit gesprächtherapie auf krankenschein.
hatte bis jetzt auch immer wieder probleme mit arbeitsstellen und es ist auch ziehmlich schwer eine frau zu finden die das versteht oder aktzeptiert oder einen so aktzeptiert wie er ist;-). Ich kannte vorher keine Panikattacken und wusste nicht was PTBS ist oder heisst und muß es aktzeptieren.
ich hab bis heut täglich probleme mit dem rausgehen, menschenansammlungen, öffis benutzen, einkaufen und ich glaub das man von der einsamkeit verrückt werden kann.
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- · Gelöschter User
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Hallo Micaelo,
also ich finde es gut, dass du jetzt eine Gesprächstherapie beginnst und auch etwas machst, was dir Spaß macht. Nachdem du erst später begonnen hast darüber zu sprechen und damit dann erst die Verarbeitung und Heilung beginnen kann, wird es noch einige Zeit brauchen, bis du das ganze Verarbeitet hast. Wichtig ist, dass du dich nicht selbst aufgibst und die Therapie durchziehst.
Die Panikattacken zeigen deutlich, dass du das ganze eben noch nicht Überwunden hast, in der Gesprächstherapie wirst du die Situation nocheinmal durchleben können und neue Strategien erarbeiten wie du damit am besten umgehen kannst. Nur Mut und alles Gute für Freitag, du bist am richtigen Weg!
LG,
irreversibel
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- · Micaelo
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Danke aufjedenfall;-),
die neuen Medikamente sind a horror mit den hab ich gleich wieder aufgehört. Sie sind chefarztpflichtig und es besteht Suchtgefahr, klar zuerst wars besser und wenn die Wirkung nachlässt ist es nicht zum aushalten gewesen. wenn ich drauf sein will kann ich was trinken und eine tüte rauchen auch, aber das hab ich schon lange hinter mir gelassen, weil ich irgendwann draufkommen bin, dass man ohne jede art von süchten leben muß, um gesund und klardenkend zu werden und zu bleiben. sind alles dämpfer egal ob medikamente oder aller art von drogen. Außerdem kann ich so nicht zum trainig gehen und bleib dann erst zuhause.
Ein großes Problem was ich jeden Tag mit mir mitschleppe wie einen Rucksack, ist mit der Einsamkeit umzugehen. Da merk ich richtig, wie ich in eine schwere depression falle, ist fast wie eine panikattacke nur gehts viel langsamer und hält viel länger an, verschwindet auch dann wieder, keiine ahnung warum. In der Zeit, waren jetzt sicher 5 std., geh ich dann raus spazieren, weil ich zuhaus nicht aushalte alleine. dann geh ich unter die vielen leute und die einsamkeit wird noch größer, weil ich niemand kenne;-) also geh ich dahin wo weniger leute sind oder wieder nachause. das hatte ich aber in der kindheit und als jugendlicher auch immer wieder, nur nicht so massiv wie in den letzten jahren und mit solchen auswirkungen.
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- · Gelöschter User
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Hallo,
ja, mit den Medikamenten ist das nicht immer so einfach, es braucht manchmal auch mehrere Wochen bis man richtig eingestellt ist, bzw. die richtigen gefunden hat. Antidepressiva wirken in der Regel z.B. erst nach 4-8 Wochen. Es gibt immer Unterschiede zwischen den diversen Medikamenten. Vielleicht genügt es, wenn du nur im Akutfall welche nimmst, aber das sollte man gut mit seinem Arzt des Vertrauens besprechen.
Wie ist das wenn du trainieren gehst, kennst du dort auch niemanden? Hast du dir mal überlegt einem Verein oder einer Gemeinschaft beizutreten? Als Sinn erleben viele Menschen auch eine ehrenamtliche Tätigkeit, da machst du etwas Sinnvolles ohne Druck und hast gleichzeitig soziale Kontakte.
LG,
irreversibel
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- · Micaelo
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hallo,
ich nehm seit 3 monaten pulver, die waren besser als die ich vorher nahm. die waren auch wa wahnsinn, hab nach 2 tagen aufgehört. ich hab den arzt gesagt, dass ich was fürn notfall welche brauch, aber er meint wenn ich jeden tag welche nehme is es besser und die er mir dann verschrieben hat, die pack ich net. ich glaub auch nicht,dass es gut ist langfristig pulver zu nehmen oder überhaupt. hab da eine interssante seite gefunden, da wird geschrieben: dass mann keine Medikamente nutzen, um Panikattacken zu bekämpfen, ist im Allgemeinen leider wenig ratsam, und dies aus verschiedenen Gründen. Medikamente wirken bei einer Panikstörung meist eher kontraproduktiv. http://www.psychic.de/panikattacken-behandlung.php
ps: beim training, das psst scho,...brauch a freundin;-)
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- · Gelöschter User
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Also ich bin auch primär für eine Therapie, aber Medikamente können eine Unterstützung sein, wie schon erwähnt, sollte man das mit seinem Arzt des Vertrauens besprechen wieviel Sinn es macht, ich denke da gibt es keine allgemeine Aussage dazu. Jedes Krankheitsbild muss individuell betrachtet und behandelt werden.
Dein Wunsch nach einer Partnerin ist auch verständlich, hast du denn schon etwas in die Richtung unternommen?
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- · leni07
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bei PTBS und Trauma soll EMDR helfen, es gibt auch eine Klinik http://www.helios-kliniken.de/klinik/diez/medizin/psychotraumatologie.html
Ich überlege auch hin zu gehen.....